GWBS bringen Sonnenstrom in der Region voran
Auf dem Rathausdach in Schwalbach wird jetzt Strom erzeugt. Hans-Joachim Neumeyer, Bürgermeister von Schwalbach, Ulrich Fischer und Knut Braß, beide Geschäftsführer der Gas- und Wasserwerke Bous-Schwalbach sowie Markus Klaus, Prokurist der GWBS, haben sich am 10. August vor Ort selbst ein Bild von der Photovoltaikanlage gemacht.

v.l.n.r.: Knut Braß (Geschäftsführer der GWBS), Hans-Joachim Both (Umweltsachbearbeiter der Gde. Schwalbach), Hans-Joachim Neumeyer (Bür-germeister der Gde. Schwalbach), Markus Klaus (Prokurist der GWBS) und Ulrich Fischer (Geschäftsführer der GWBS)
BOUS/SCHWALBACH. Auf dem Rathausdach in Schwalbach wird jetzt Strom erzeugt. Hans-Joachim Neumeyer, Bürgermeister von Schwalbach, Ulrich Fischer und Knut Braß, beide Geschäftsführer der Gas- und Wasserwerke Bous-Schwalbach sowie Markus Klaus, Prokurist der GWBS, haben sich 10. August vor Ort selbst ein Bild von der Photovoltaikanlage gemacht. Die Kommune hat das Dach zur Verfügung gestellt, die GWBS die Anlage geplant, installiert und vorfinanziert. „Aufgrund des globalen Klimawandels, der unsere Zukunft bedroht, müssen wir zu den sauberen, erneuerbaren Formen der Energie- und Stromerzeugung wechseln“, erklärte Hans-Joachim Neumeyer. „Wir sind den GWBS dankbar, dass sie den Solarstrom in der Region fördern.“ Es ist bereits die sechste Solarstromanlage, die das Energieunternehmen in diesem Jahr in Betrieb nimmt. „Als kommunaler Versorger fühlen wir uns für die Entwicklung der Region mitverantwortlich“, sagte Knut Braß. „Wir sind Partner der Kommunen und dieses Engagement ist einer unserer Beiträge zum Klimaschutz und zur Energiewende.“ Die 300 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Rathausdach in Schwalbach hat eine installierte Leistung von 40 Kilowatt. „Durch den Ausbau erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeerzeugung werden wir zudem ein Stück unabhängiger von Importen. Das wirkt sich langfristig positiv auf die Versorgungssicherheit und die Preise aus“, erklärte Knut Braß. „Denn im Moment ziehen auf dem Weltmarkt die Preise für alle Energieträger wie Gas, Öl und Strom wieder kräftig an. Ursache hierfür sind unter anderem die rasant wachsende Wirtschaft in Ländern wie China und Indien sowie der Atomausstieg Deutschlands.“
Von den anderen fünf Solaranlagen, die von den GWBS in diesem Jahr bereits in Betrieb genommen worden sind, ist eine mit 71 Kilowatt Leistung auf dem Betriebsgelände der GWBS installiert. Die weiteren vier befinden sich an der ehemaligen Grundschule Sprengen, an der Freiwilligen Feuerwehr Elm, auf dem Dach der Bachtalschule in Elm und an der Kindertagesstätte St. Raphael in Bous. Insgesamt erzeugen die sechs neuen Solaranlagen rund 200.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von etwa 50 Durchschnittshaushalten. Das Investitionsvolumen für alle sechs Anlagen beträgt insgesamt 580.000 Euro. Mit den ausführenden Arbeiten haben die GWBS ausschließlich Firmen aus der Region beauftragt. „So bleibt die ganze Wertschöpfung vor Ort“, betonte Knut Braß. Da der Solarstrom fossil erzeugte elektrische Energie ersetzt, reduziert sich der Kohlendioxidausstoß um rund 120 Tonnen pro Jahr.
In den vergangenen Jahren wurde bereits in drei Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden investiert. Eine mit 18 Kilowatt Leistung ist auf der Laurentiusschule in Hülzweiler installiert. Die weiteren zwei befinden sich am Kindergarten in Schwalbach und auf dem Dach des Gemeindesaalbaus in Schwalbach. Zusammengefasst haben die drei Anlagen eine Leistung von rund 43 Kilowatt.
Der erzeugte Strom wird ins Stromnetz eingespeist. Die Höhe der Einspeisevergütung wird im sogenannten Erneuerbaren-Energien-Gesetz, kurz EEG, geregelt. Diese richtet sich nach der installierten Leistung, dem Anlagenstandort und dem Inbetriebnahme Zeitpunkt. Gerade auch für private Haushalte ist die Installation einer Photovoltaikanlage eine sinnvolle und lukrative Möglichkeit, einen eigenen Beitrag zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen zu leisten und durch die Verwendung eines Teils des produzierten Stroms, die eigenen Stromkosten zu senken.




